Ruie
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| Ruie | ||
|---|---|---|
| Sektor: | Spinwärts-Marken | |
| Subsektor: | Regina | |
| Hexfeld: | SM1809 | |
| Zugehörigkeit: | Autark | |
| Raumhafen: | C (Mittelmäßig) | |
| Größe: | 7 Mittel (11,200 km) | |
| Atmosphäre: | 7 Standard (verschmutzt) | |
| Hydrographie: | 6 (60%) | |
| Population: | 9 Milliarden (1 Mrd.+) | |
| Regierung: | 7 Balkanisierung | |
| Justizgrad: | 7 Moderat | |
| TL: | 7 Prä-Stellar | |
| Reisezone: | Gelb | |
| Basen: | keine | |
| Handelscode: | Di In | |
| Gasriesen: | 1 | |
| Planetoidengürtel: | 0 | |
Ruie ist eine balkanisierte, dichtbesiedelte, industrialisierte, autonome Welt im Regina-Subsektor der Spinwärts-Marken (SM 1809) , just außerhalb der Grenze des Imperiums. Ruie wurde 235 die Mitgliedschaft im Imperium angeboten, das Angebot wurde aber abgelehnt. Die Erklärung als Gelbe Zone erfolgte aufgrund von teilweise aggressiver Ablehnung des Imperiums und imperialer Bürger durch einzelne Bevölkerungsgruppen auf Ruie. Neben der Sternenstadt sind Siirgi City, Sula, Khagin, Irshi und Kisi die größten Siedlungszentren auf Ruie.
Direkte Nachbarwelten (Sprung-1 entfernt) sind "im Uhrzeigersinn" der Hexkarte, startend kernwärts:
- SM1808: Forboldn (E893614-4) I Ni Lo G
- SM1909: Hefry (C200423-7) S I Ni
- SM1910: Regina (A788999-C) 2 I Hi Re
- SM1810: Jenghe (C799663-9) S I Ni
- SM1710: leer
- SM1709: leer
Der folgende Inhalt ist kein offizieller Bestandteil des Traveller-Regelwerks oder des OTU.
Autor: Raben-aas
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Anmerkung des Autors
Ruie taucht prominent gleich in einem der ersten "Gelbe Zone" Abenteuer des größten Fanzines der uralten Originalausgabe von Traveller auf. Die folgenden Informationen basieren zum Teil auf den im Abenteuer "Rettung von Ruie" (Rescue on Ruie) enthaltenen Infos, erweitert diese aber.
[Bearbeiten] Informationen zur Hauptwelt
Die Nationen des Freien Ruie sind aus einer verlorenen Kolonie hervorgegangen, die sich nach zwischenzeitlichem Verfall in die Barberei bis zu ihrer Wiederentdeckung durch den IS vor über 300 Jahren wieder auf Techgrad 5 aufgeschwungen hatte. Soweit Aufzeichnungen über die frühe Vergangenheit der Kolonie erhalten sind, bestand diese aus einer solomanischen religiösen Sekte, die auf Ruie als "gelobtes Land" ihre eigene Gesellschaft gründen wollten.
Bedingt durch das Abreißen des Kontaktes der Kolonie zu den Heimatwelten und den Rückfall der Gesellschaft auf eine primitivere Stufe gab es die für Menschen üblichen Folgen: Zerfall in verschiedene Gruppen, religiöse Kämpfe, Heranbildung voneinander unabhängiger Gemeinschaften und Nationen, Krieg und Frieden.
Gegenwärtig ist Ruie unter vier Hauptmächten aufgeteilt, die jeweils einen der vier Kontinente Ruies jeweils annähernd vollständig beherrschen: Das um die charismatisch-religiöse "Erlöserfamilie" Eldenn zentrierte, monarchistisch strukturierte und imperiumsfeindliche Nebelthron (in alten Atlanten fälschlich als Nebelthorn bezeichnet), die fortschrittliche und pro-imperiale Komor-Union, das traditionell in strenge religiöse Kasten gegliederte Jingarlu und das rückständige, von Clan-Bündnissen beherrschte Ud Garod.
Von diesen vier Nationen haben nur Jingarlu und die Komor-Union Techgrad 7 erreicht – Nebelthrons Techgrad ist eher 5, der Techgrad des stark argrarischen Ud Garod eher 3 oder 4. Während Jingarlu und die Komor-Union dem Außenwelthandel gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen sind, führte die von nichts weniger als blankem Imperiumshass geprägte Haltung Nebelthrons zur Einstufung Ruies als Gelbe Zone durch den Scoutdienst. Dieser Hass basiert auf dem Umstand, dass die seit 120 Jahren den Nebelthron kontrollierende Herrscherfamilie Eldenn all ihre Macht und ihren Reichtum dem Umstand verdankt, dass Nebelthron über die größten erschlossenen Erdölvorkommen Ruies verfügt. Die totale Kontrolle dieses unentbehrlichen Rohstoff sicherte Nebelthron eine lange Vorherrschaft und erlaubte es sogar, Außenweltkontakt fast völlig zu unterbinden. Jetzt, da Jingarlu und die Komor-Union eigenen Außenweltkontakt haben und verstärkt fortschrittliche Energietechnologie einführen, werden diese Nationen schrittweise vom Öl Nebelthrons unabhängig. Die zunehmende Abkehr von der "veralteten" Benzin- und Dieseltechnik Nebelthrons hat in dieser einst stolzen Nation zu einer verheerenden wirtschaftlichen Depression geführt, die nun schon seit bald 15 Jahren anhält und die Volksseele Nebelthrons bis ins Mark erschüttert hat.
Die sich wandelnden Machtverhältnisse haben nun zu einer generell aggressiven politischen Stimmung unter den Nationen Ruies geführt, und nicht zu Unrecht muss man fürchten, dass Nebelthron sich ein letztes Mal aufbäumen könnte, um durch einen Eroberungskrieg das zu erreichen, was es wirtschaftlich nicht mehr durchzusetzen vermag.
[Bearbeiten] Besiedelungsgeschichte und Entwicklung
Die erste historisch belegte Besiedlung Ruies erfolgte bereits zu Zeiten des ersten Imperiums, lange bevor umliegende Systeme besiedelt wurden. Über die Frühzeit der Kolonie sind aber selbst auf Ruie kaum noch Zeugnisse erhalten. So behauptet die Familie Eldenn, lebendige Nachkommen jenes Erlösers (dem Eldenn) zu sein, der einst die Erste Gemeinde um sich sammelte, um diese zur Gelobten Welt Ruie zu führen. Andere Nationen – vor allem das ebenfalls sehr religiöse Jingarlu – bestreiten dies, während eher weltlich orientierte Nationen wie die Komor-Union der fernen Vergangenheit und auch den verschiedenen Eldenn- und Weltenkirchen indifferent gegenüberstehen.
Zu erwähnen ist noch, dass auf Ruie – und hier speziell auf dem von Nebelthron beherrschten Kontinent – Ruinen einer früheren Rasse, Daccam genannt, zu finden sind. Fundstücke der Daccam haben außerhalb Ruies einen gewissen Wert, eben weil es verhältnismäßig schwer ist, diese zu besorgen: Neben dem Umstand, dass nicht allzu viele Ruinenstätten gefunden wurden, hat Nebelthron ein rigoroses Ausfuhrverbot für Relikte der Daccam etabliert und wirft Schmuggler im Eilverfahren in das berüchtigte Hochsicherheitsgefängnis von Rustum (die Relikte gelten in der Eldenn-Kirche als Reliquien, denn wenn Ruie die Gelobte Welt ist, so sind die Daccam die Hüter und "Engel" dieser Welt).
[Bearbeiten] Reisewarnungen
Die amtliche Sternenstadt von Ruie liegt in Nebelthron, allerdings wird dieser einstige Haupthafen schon seit gut 20 Jahren kaum mehr verwendet. Nebelthron beharrt hingegen weiter darauf, die Anlage sei der einzig zugelassene Landepunkt für Fremdweltler auf Basis eines einstigen, heute weitgehend bedeutungslosen "Ruie Traktats", das den anderen Nationen im Zuge eines Ölhandelsabkommens aufgezwungen wurde.
Die tatsächliche Sternenstadt liegt heute auf der Insel Macao in der Meerenge von Dremedia, exakt zwischen den von Jingarlu und der Komor-Union beherrschten Landmassen. Die Landung auf Macao und damit den Bruch des Ruie Traktats betrachtet Nebelthron als Verbrechen, ja, sogar als Sakrileg – und als Begründung gegen alle Arten von Aggressionen, zu denen Nebelthron als Vergeltung "gezwungen" ist.
Zur Forcierung des Außenwelthandels haben Jingarlu und die Komor-Union die Insel in beiderlei Richtung über weite Brückentrassen an ihr jeweiliges Land angebunden. Immer wieder kommt es aber zu Anschlägen auf diese Trassen durch imperiumsfeindliche Terroristen, deren Verbindung zu Nebelthron bzw. zur Eldenn-Kirche wenn nicht offiziell nachweisbar, so aber doch ganz offensichtlich ist.
Als zusätzliche Bedrohungsgeste hat Nebelthron den Flugzeugträger "Wahrheit" samt der 4. Flotten als Geleit in Sichtweite zu Macao stationiert. Zusammen mit den Unionsstreitkräften und der Jingarlischen Kriegsmarine ist die Meerenge von Dremedia die am dichtesten militarisierte Zone auf ganz Ruie, und die Gefahr einer Eskalation hängt ständig über der durch einen Kalten Krieg beherrschten Region.
Ruie-Reisenden wird empfohlen, Macao nicht zu verlassen und den Aufenthalt auf Ruie so kurz wie möglich zu gestalten. Zwar ist die Einheitspolizei von Macao extrem darum bemüht, die Sicherheit für Außenweltler jederzeit zu garantieren – dennoch kommt es immer wieder zu blutigen Anschlägen und kriegerischen Auseinandersetzungen nicht nur um, sondern auch in der Sternenstadt.
Beide außenweltoffenen Nationen wissen, dass langfristig die Ausräumung dieser Gefahr durch eine Invasion auf Nebelthron ganz unumgänglich ist – da aber Kreise der eigenen Bevölkerung die Familie Eldenn als "heilig" anerkennen, scheuen sich die politischen Führer beider Seiten vor diesem letzten Schritt, dessen Folge womöglich ein Bürgerkrieg plantaren Ausmaßes sein könnte.
