Regina
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| Regina | ||
|---|---|---|
| Sektor: | Spinwärts-Marken | |
| Subsektor: | Regina | |
| Hexfeld: | SM1910 | |
| Zugehörigkeit: | Imperial | |
| Raumhafen: | A (Hervorragend) | |
| Größe: | 7 Mittel (11,200 km) | |
| Atmosphäre: | 8 Dicht | |
| Hydrographie: | 8 (80%) | |
| Population: | 8 Hundertmillionen (100 Mio.+) | |
| Regierung: | 9 Unpersönliche Bürokratie | |
| Justizgrad: | 9 Hoch | |
| TL: | C Stellar (Terraforming) | |
| Reisezone: | Grün | |
| Basen: | Marine, Scout | |
| Handelscode: | Hi, Re, Hauptwelt | |
| Gasriesen: | 3 | |
| Planetoidengürtel: | 2 | |
Regina ist eine hochtechnisierte, reiche Welt und die Hauptwelt des Regina-Subsektors der Spinwärts-Marken (SM 1901) und Mitglied des Imperiums. Direkte Nachbarwelten (Sprung-1 entfernt) sind "im Uhrzeigersinn" der Hexkarte, startend kernwärts:
- SM1909: Hefry (C200423-7) ist eine imperiale, nichtindustrialisierte Welt mit einer Scoutbasis und einem C-Raumhafen.
- SM2009: leer
- SM2010: leer
- SM1911: leer
- SM1810: Jenghe (C799663-9) ist eine imperiale, nichtindustrialisierte Welt mit einer Scoutbasis und einem C-Raumhafen.
- SM1809: Ruie (C776977-7) ist eine autonome, dicht besiedelte Industriewelt mit C-Raumhafen und Gasriesen im Regina-Subsektor. Gelbe Zone!
Das Regina-System ist ein System aus drei Sonnen: Dem zentralen Hauptreihenstern "Lusor", der mit dem eng um ihn kreisenden Zwergstern "Fleck" ein klassisches Doppelgestirn bildet, und der in einem fernen Orbit kreisende rote Zwerg "Darida", der ein eigenes kleines Planetensystem besitzt.
Das Darida-System besteht aus einem Gasriesen und ein paar Felskugeln, auf denen sich nur ein wissenschaftlicher Vorposten und eine kleine, auf mehrere Körper verteilte Flottenbasis befindet.
Das Lusor-System umfasst zwei Gasriesen und mehrere Felsbrocken. Regina - die bewohnbarste Welt im ganzen System und damit auch die zuerst besiedelte - ist tatsächlich einer der Monde des großen Gasriesen Assiniboia und Sitz des Subsektorenherzogs, gegenwärtig der aufgrund der Nähe zu den Gebieten der Zhodani und Vargr pro-militärische Herzog Norris.
Regina hat etwa Erdgröße, eine dichte Atmosphäre und reichlich Wasser, was eine Besiedelung überaus einfach machte. Besiedelt wurde Regina bereits 75; seit 250 ist sie die Hauptwelt des Subsektors. Ihre Lage an der Spinwärts-Hauptsprungroute und ihre Bedeutung als Grenzwelt des Imperiums im Schnittbereich mehrerer autonomer bis fremdrassischer Gebiete haben früh dazu geführt, dass nicht die Industrie, sondern Diplomatie und Handel zu den hauptsächlichen Wirtschaftsfaktoren der Welt wurden, was sie bis heute prägt.
Die meisten Besucher des Systems stoßen nie bis zur Oberfläche von Regina vor: Der Mehrzahl genügt es, im Highport über Regina anzulegen und dort ihre Waren umzuschlagen, von wo aus diese auf kleineren Schiffen und Freihändlern zu Systemen wie Efate und Extolay weitertransportiert werden. Auch die große Scoutbasis des Regina-Systems befindet sich in diesem Highport.
Politisch und juristisch ist Regina eine unpersönliche Bürokratie mit zahllosen Gesetzen und gegenseitigen Kontrollorganen, was Entscheidungsprozesse verlangsamt und jede Verhaftung zu einer unangenehm langwierigen Prozedur werde lässt. Dies und die Tendenz der Reginaer Polizei, zunächst viele Verdächtige zu verhaften, um diese erst nach langatmigen (aber fairen) Untersuchungen und Verhandlungen wieder frei zu lassen, trägt nicht dazu bei, Fremdweltler nach Regina zu locken oder zu einem längeren Aufenthalt zu ermutigen.
Neben Regina sind einige weitere Welten im Lusor-System bevölkert, die meisten aber nur in Form von Außenposten. Dem gegenüber leben zum Teil Millionen von Menschen auf den anderen Monden von Assiniboia - diese aber gelten alle als Teil von Regina und unterstehen zu 100% der Regina-Verwaltung.
Der folgende Inhalt ist kein offizieller Bestandteil des Traveller-Regelwerks oder des OTU.
Autor: Raben-aas
[Bearbeiten] Informationen zum System
Das Regina-System mit seinen drei Sonnen stellt ein Mysterium dar, denn nach astrographischen Gesichtspunkten dürfte es gar nicht existieren: schon dass der weiße Zwergstern "Fleck" so dicht um den Hauptreihenstern "Lusor" kreist scheint unmöglich, war doch jeder weiße Zwerg einst ein roter Riesenstern. Dass aber gleich zwei Zwergsterne "zufällig" eingefangen worden sein sollen, scheint vielen Wissenschaftlern schwer zu glauben, ebenso wie unerklärlich scheint, wie der Mond Regina eine derartige Fruchtbarkeit und Lebensfreundlichkeit entwickeln konnte (er liegt innerhalb der Magnetosphäre Assiniboias, was im Normalfall bedeuten würde dass der Gasriese die Atmosphäre Reginas schon vor langer Zeit hätte aufsaugen müssen - selbst wenn Regina ein eingefangener Mond wäre).
Zu einer gewissen Zeit in der Geschichte Reginas wurden daher immense Anstrengungen unternommen, den künstlichen Ursprung des Systems etwa durch Suche nach Relikten der Alten zu beweisen. Zum Erstaunen und zur Frustration von Generationen von Schatzjägern konnte aber auf keinem der Körper im Regina-System je auch nur der kleinste Hinweis auf Relikte oder gar verborgene Anlagen gefunden werden - was freilich niemanden daran hindert, in hübscher Regelmäßigkeit Gerüchte über angebliche Funde oder gar eine Regierungs- bzw. Kirchenverschwörung zur Vertuschung solcher Funde schon zu Zeiten der Erstbesiedelung Reginas zu lancieren.
[Bearbeiten] Überblick über das Lusor System
Anmerkungen: Die UPPs der hier gelisteten Welten verwenden z.T. Raumhafen-Klassen, die nicht im Traveller Grundregelwerk enthalten sind (sie werden erst in folgenden Quellenbüchern erläutert). Diese so genannten "Systemhäfen" (Klasse F, G, H und Y) werden im Eintrag Raumhafen hier im Wiki beschrieben. Die im Eintrag gelisteten "Bahnen" verstehen sich als "Anzahl Weltendurchmesser", immer bezogen auf den Körper, den sie umkreisen (Burgund kreist im Abstand des doppelten Durchmessers Lusors um das Zentralgestirn, Cent umkreist hingegen Burgund im Abstand von 3 Burgund-Durchmessern).
- Primärgestirn Lusor (F7V) mit dem weißen Zwerg Fleck in engem Orbit
- Planetenbahn 0: Clement (Y100000-0), eine unbesiedelte Felskugel
- Planetenbahn 1: Ausun (Y300169-9), ein kleiner wissenschaftlicher Außenposten einer "Atlantis Stiftung" auf einer Felskugel, offiziell mit astronomischen Messungen und der Suche nach Relikten der Alten beschäftigt
- Planetenbahn 2: Burgund, ein kleiner Gasriese
- Mondbahn 3: Cent (Y400367-9), besiedelt mit der kleinen Raumkolonie "Fortune", einem dekadenten Rückzugsort der Reichen und Schönen mit einem berühmten Casino
- Mondbahn 7: Thermidor (Y560000-0), ein unbesiedelter Gesteinsbrocken
- Planetenbahn 3: Olybrius (F75022A-9), ein etwas mehr als erdgroßer Planet mit dünner Atmosphäre, F-Systemhafen und einer Kolonie unter demokratischer Selbstverwaltung und striktem Reglement (privatwirtschaftliche Schürfeinrichtung, früher dem Johannes Konsortium zugehörig, seit 998 unabhängig; schürft rare Erze zur Verarbeitung in der Chipindustrie)
- Mondbahn 25: Alise (Y20016C-9), ein kleiner Außenposten auf einer Felskugel (Forschungsinstallation der privaten "Gemini Group")
- Planetenbahn 4: Assiniboia, ein großer Gasriese
- Mondbahn 3: Redes (F595269-9), eine blühende Farmwelt und "Kornkammer Reginas" mit F-Systemhafen
- Mondbahn 6: Printemps (F20036C-A), eine zur militärischen Sperrzone erklärte imperiale Flottenbasis mit F-Systemhafen
- Mondbahn 7: Brumaire (F564669-9), eine Regina-Farmkolonie mit F-Systemhafen
- Mondbahn 30: Harcourt (H43556C-A), ein besiedelter Mond mit einer Forschungs- und einer Militärbasis und beschränktem Fremdzugang auf dem H-Systemhafen
- Mondbahn 55: Regina (A788899-A) die reiche Hauptwelt des Systems und Subsektors mit A-Raumhafen
- Außerdem in einer fernen Außenbahn von 5.000 AU der Zwerg Darida mit seinem eigenen System
[Bearbeiten] Überblick über das Darida System
- Zentralgestirn Darida (M6V), roter Zwerg
- Planetenbahn 0: Augur (YS00000-0), ein lebloser kleiner Felsbrocken
- Planetenbahn 1: Kirunda (Y210000-0), eine leblose Felskugel
- Mondbahn 8: Irkirka (YS00000-0), ein lebloser kleiner Felsbrocken
- Mondbahn 11: Arkurer (HS00137-9), ein winziger wissenschaftlicher Außenposten mit H-Systemhafen, über den wenig bekannt ist
- Mondbahn 13: Irgurkar (Y10046A-A), eine autonome Kolonie einer abgeschotteten Sekte radikaler "Urchristen" mit Namen "die Bruderschaft des allsehenden Auges"
- Planetenbahn 2: Elazair, ein kleiner Gasriese
- Mondbahn 3: Lashir (YS00000-0), ein lebloser kleiner Felsbrocken
- Mondbahn 8: Diuur Imar (G200269-9), eine Regina-Prospektorenkolonie mit G-Systemhafen
- Mondbahn 9: Shamardae (Y500000-0), eine leblose Felskugel
- Mondbahn 20: Arapan (Y200000-0), eine kleine leblose Felskugel
- Mondbahn 50: Edaku (Y210000-0), eine kleine leblose Felskugel
- Mondbahn 125: Gagamshir (F534328-A), eine Militärbasis mit F-Systemhafen
[Bearbeiten] Bedeutung als Transit- und Reiseziel
(under construction)
[Bearbeiten] Informationen zur Hauptwelt
(under construction)
[Bearbeiten] Details zu Größe, Atmosphäre und Hydrographie
(under construction)
[Bearbeiten] Besiedelungsgeschichte und Entwicklung
Regina wurde im Jahr 75 durch die auf ihrer Heimatwelt Aiere (1108 Kernsektor) religiös verfolgte Schwesternschaft der Heiligen Regina besiedelt. Die Kolonieschiffe des zur Neukatholischen Kirche gehörenden Ordens waren ein alter Frachter (Matthäus) sowie drei kleinere Frachtschiffe, die von den reichsten Familien aufgrund von fehlendem Platz im Hauptschiff erworben und ebenfalls nach Aposteln benannt wurden (Markus, Lukas und Johannes).
Wie viele andere Exilanten jener Ära waren auch die Regina-Kolonisten auf der Suche nach ihrem Utopia, fern von Verfolgung und Einmischung in ihre Angelegenheiten. Anders als die meisten Kolonisten waren die ersten Siedler auf Regina dank des Reichtums ihrer Familien exzellent ausgestattet – speziell die Verfügbarkeit dreier zusätzlicher Sternenschiffe war entscheidend für ihren außergewöhnlichen Erfolg.
Die Siedlung der 9.000 Erstkolonisten – allesamt anglischsprachige Solomani – wurde direkt um die Matthäus herum herrichtet, der Frachter selbst wurde in ein Kloster der Schwesternschaft umfunktioniert und befand sich mehrere Kilometer stromaufwärts der Mündung des Neutiber, einem großen Fluss auf dem größten der Kontinente. Der Name der ersten Siedlung war "Credo".
Die drei zusätzlichen Frachter wurden für Expeditionen in umliegende Systeme genutzt, unter anderem nach Llaravi (das heutige Extolay), Efate, Forboldn und Knorbes. Jedes der drei Schiffe wurde zum Fundament eines eigenen Handelskonsortiums, das den gleichen Namen wie das Schiff trug. Zum Erfolg von Regina trug hierbei auch bei, dass die Welt über in diesem Sektor einzigartige Reparatur- und Wartungseinrichtungen für Sternenschiffe verfügte, was Händler aus Mora, Lunion, den Schwertwelten und sogar Darrianer, Zhodani und Vargr anlockte.
Die bestens ausgestattete Kolonie florierte. Nahrung war reichlich vorhanden, so dass sich früh weitere Industrien bildeten. Im Jahr 98 schlossen sich die drei Handelskonsortien mit Geschäftsleuten aus Mora zur Llavari Company, LIC, zusammen. Schnell baute diese einen florierenden Handel auf und gründete Lageranlagen und Handelshäfen im Königreich von Ekhsthollae, auf dessen Expansion die mächtige Firma wesentlichen Einfluss hatte.
Von Regina aus wurden viele der umliegenden Systeme kolonisiert, darunter auch Jenghe, wenngleich nur in sehr beschränktem Maße als Minenkolonie für Dämm-Material aus Algenpollen. Im Laufe der Zeit versetzte der anhaltende wirtschaftliche Aufschwung immer mehr Familien in die Lage, selbst gebrauchte imperiale Schiffe aus Deneb zu erwerben und eigene Handelsunternehmen zu gründen. Die erfolgreichste Familie blieben jedoch die Familie Menetri, die bereits instrumental bei der Durchführung des gesamten Kolonisationsprojektes war und aus der auch die erste Bürgermeisterin von Credo, Veron Menetri, entstammte. Für viele hundert Jahre sollten die Menetris die "Erste Familie von Regina" sein.
Die Popularität und zunehmende Bekanntheit von Regina hatte aber auch Schattenseiten: Nachdem das Imperium erst einmal auf die Welt aufmerksam geworden war, wurden in den Jahren 110, 113, 115 und 118 wiederholt Exilanten nach Regina verschifft, ohne dass die dortige Bevölkerung diese angefordert oder willkommen geheißen hätte. Als Reaktion auf die Verweigerung der Aufnahme lud das imperiale Kommando die Kolonisten einfach auf anderen, noch unerschlossenen Kontinenten von Regina ab und besiedelte so Ishimir, Imsu, Ishkis und Madzaki.
Die Ankunft der Exilanten sorgte auch unter den Credo-Kolonisten für Spannungen: Einige wollten sie erobern, andere bekehren, wieder andere wollten Handel mit ihnen betreiben und viele wollten sie einfach ignorieren. Die bis dahin zumeist widerspruchslos hingenommene Vormundschaft des Klosters auch in weltlichen Fragen der Gemeinschaft hielt der Belastungsprobe jener Tage nicht stand: In einer "kleinen Palastrevolte" 119 wurde die Äbtissin des Mandats in weltlichen Belangen der Kolonie enthoben, trotzdem sie sowohl Führerin des Ordens als auch nominelles Oberhaupt der Welt blieb. Der eigentliche Anlass des Streits geriet über all dem in Vergessenheit, und mit ihm auch die Fremdweltler, die andernorts auf Regina ihre eigenen Gesellschaften errichteten.
Eine Folge des Umsturzes war die Schaffung eines konstitutionellen Komittees, das mit dem Entwurf einer Verfassung für Regina beauftragt wurde. Die Magna Carta, wie sie genannt wurde, war stark an die Verfassung der Syleanischen Föderation angelehnt und per Mehrheitsbeschluss der Kolonisten im Jahr 123 verabschiedet. Dabei regelte die Verfassung auch Angelegenheiten jener Siedler, die sich Land abseits von Credo abgesteckt hatten – also formell auch das Leben der neu angekommenen Fremdweltler. Zugleich reduzierte die Verfassung den Einfluss der Neukatholischen Kirche – der offiziellen Staatsreligion von Regina – auf deren eigene Belange und verbannte zahllose von dieser eingeführte Verbote und Gebote aus dem öffentlichen Leben und den Gesetzen der Welt (darunter das Verbot von Scheidung, Schwangerschaftsverhütung, Abtreibung etc.).
Die Ära von 119 bis 168 wird gemeinhin als die Ära der Insolenz oder einfach nur als die Insolenz (Anmaßung) bezeichnet, deren wohl deutlichster Ausdruck die staatlich beschlossene Umbenennung des Kontinents, auf dem Credo errichtet wurde, in Noncredo war. In der Folge der Demontage kirchlichen Einflusses auf weltliche Angelegenheiten entstanden natürlich starke gesellschaftliche Spannungen, die noch lange anhalten würden.
Außerweltlich florierte während dieser und den folgenden hundert Jahren das Leben und die Wirtschaft im Regina Cluster, was die Welten der Region zum begehrlichen Ziel für Vargr-Überfälle machte. Um der Bedrohung durch die Korsaren der Vargr zu begegnen, schlossen sich im Jahr 189 die Welten der Region unter der Leitung Reginas zur Regina Defensive League (RDL) zusammen. Ausgestattet mit dem Reichtum seiner Mitgliedswelten – vor allem Reginas und Llaravis – fiel es der Liga nicht schwer, Söldner zur Verteidigung anzuwerben. Als einzige dazu befähigte Großhandelsgesellschaft begann außerdem die Llaravi Company mit der Anschaffung eigener Patrouillenboote. 199 stellte Regina das erste eigene sprungfähige Systemverteidigungsschiff fertig, ein 400t Sprung-1 Schiff mit Namen "Paladin".
Im 235 bot das Imperium allen Welten im Regina Cluster die Mitgliedschaft an. Während Ruie sofort ablehnte, deuteten die meisten anderen Welten mindestens Interesse an und Verhandlungen wurden eröffnet. Auf Regina befürworteten die einflussreichsten und ältesten Familien die weitere Unabhängigkeit und gründeten eine politische Partei namens "Libertas", die aber nur ein geringfügiger Faktor in den Verhandlungen war. Die überwältigende Mehrheit vertrat die Auffassung, das Imperium werde Reginas Interna auf lange Sicht unbehelligt lassen, und konzentrierte sich folglich um die Aushandlung möglichst guter Bedingungen für den Beitritt zum Imperium, etwa eine Unterstützung der Liga bei der Verteidigung der Handelsrouten.
Als Knackpunkt der Verhandlungen erwies sich die Forderung des Imperiums, Regina solle seine de-facto-Herrschaft über Llaravi (Extolay) aufgeben, da das Imperium ganz generell die Bildung imperiumsinterner Mehrweltenbünde zu unterbinden bestrebt war. Erst 250 kamen die Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss: Regina und sechs weitere Welten der Defense League schlossen sich dem Imperium an, zu den üblichen Bedingungen (Verpflichtung zur anteiligen finanziellen Unterstützung des Imperiums (angepasst an das Bruttosozialprodukt und neuverhandelt alle 30 Jahre), Erlaubnis der Bürger, in Organisationen des Imperiums zu dienen sowie Befreiung aller imperialen Gehälter und Pensionen von der Einkommenssteuer).
Das Imperium erhielt die üblichen Rechte, außerweltliche Ermittlungen auf Regina durchzuführen und eine (hoch erwünschte) militärische Präsenz im Regina-System zu unterhalten, wobei Regina lokale Autonomie und Gerichtsbarkeit im gesamten Dreisterne-System erhielt. Regina wurde in die Verteidigung des Imperiums eingegliedert und die Flotte der Regina Defense League aufgespalten (einige wurde der imperialen Raumflotte übergeben, andere an ihre Finanziers zurückgeführt).
Darüber hinaus verkaufte Regina eine große Insel an Kaiserin Porfiria, die es als Lehen an den neu geschaffenen Marquis der Welt gab, den vormaligen Bürgermeister von Credo, Raybon Iuda. Und natürlich gab Regina seinen Anspruch auf die Llaravi-Kolonie auf – die unter den Königen von Ekhstolae geeinte Welt wurde zum selbständigen Mitglied des Imperiums unter dem Namen Extolay.
Nicht zuletzt etablierte Regina eine konstitutionelle Monarchie unter der Menetri Dynastie, unterstützt von einer untergebenen Struktur kleinerer Adliger und einer von diesen unabhängigen Gerichtsbarkeit. Erster König des imperialen Regina wurde Isaac Menetri, Patriarch der Familie und geschäftsführender Direktor vom Lukas Konsortium, dessen Geschäftsfunktion bei Inthronisation auf seinen Sohn Branj überging. Das geeignetste Kind des Königs würde zukünftiger Geschäftsführer von Lukas sein, dessen geeignetstes Kind der nächste Monarch, dessen geeignetstes Kind wiederum Geschäftsführer von Lukas etc.
Die wichtigsten Landbesitzer wurden zu Herzögen oder Baronen geadelt, je nach Größe und Wert ihres Landbesitzes. Die Barone selbst wurden in zwei Klassen unterteilt: Jene, die schon vor der Magna Carta Land besessen hatten, wurden Altibaroni, die anderen Novibaroni. Als "Bürger Reginas" zu gelten wurde davon abhängig gemacht, seine Abstammung auf einen Kolonisten zurückführen zu können, der vor 001-0110 auf Regina angekommen war – eine Abgrenzung, die weite Teile der Reginaer ausschloss und zu Unzufriedenheit in einem Großteil der Bevölkerung führte.
Trotz gewisser Spannungen gelten die folgenden 300 Jahre als "Goldene Ära" der Katholischen Kultur von Regina. Macht und Reichtum des gesamten Regina Clusters wuchsen, Kunst und Literatur kamen zur Blüte, die Könige waren gerecht, die Kirche blieb unangefochten und allgegenwärtig Staatsreligion, die imperialen Steuern waren erträglich und der Kaiser selbst weit weg. In den Provinzen standen die Dinge nicht ganz so gut, aber wen scherte das schon.
In dieser Epoche kam die Familie Iuda zu Reichtum jenseits aller Erwartungen – eine Sonderstellung, die ihr erheblichen Einfluss am Königshofe verschaffte. Die Iudas beherrschten den Markt für militärische Raumverteidigung, besonders nach Baufertigstellung einer gewaltigen Raumwerft, in der auch große und übergroße Schiffe gewartet und konstruiert werden konnten. Als Profiteur der Rüstungsindustrie waren die Iudas dem Kaiser und der Idee des Imperiums treu ergeben, und so trafen öfter als man es erwarten sollte hochrangige Adlige des Imperiums auf der den Iudas gehörenden Privatinsel westlich von Noncredo ein.
Im Laufe der Goldenen Ära entstand eine starke wechselseitige Abhängigkeit und Kooperation zwischen den Familien Iuda und Menetri, auf die letztlich auch die (z.T. mit Gewalt durchgesetzte) Vereinigung Reginas unter die Menetri-Krone 394 zurückgeht. Zugleich hatten die Iudas erheblichen Einfluss darauf, dass – der imperialen Doktrin von allgemeiner Toleranz in Glaubensfragen folgend – in den größeren Ballungszentren Reginas auch nichtkatholische Gruppen agieren und (mehr oder weniger) offen predigen konnten.
Im Außenpolitischen hatten die verschiedenen imperialen Umstrukturierungen der Spinwärtsmarken zum Teil erheblichen Einfluss auf das Leben auf Regina. Ursprünglich ein einziges Herzogtum (Mora) plus ein Konglomerat verschiedenster Baronien, die verschiedenen Herzögen des Deneb Sektors Rechenschaft schuldeten, wurden 424 durch Kaiser Martin III zwei neue Herzogtümer (Lunion und Trin) geschaffen und der Regina-Cluster dem Herzog von Mora unterstellt. 552 fand unter Kaiser Jerome eine weitere Umstrukturierung statt, bei der drei weitere Herzogtümer geschaffen wurden (Rhylanor, Bellion (später Glisten) und Arden (später Vilis)), wodurch der Regina-Cluster dem Herzog von Rhylanor unterstellt wurde. Als Besonderheit seiner Reform erhob Kaiser Jerome das Regina-System aus der Grafschaft des Regina-Clusters hervor, indem er es einem geringeren Gefolgsmann bzw. einer Gefolgsfrau übergab: Estelle hault-Aledon wurde Baronin von Regina.
Aus ihrer Linie ging auch Willem Caranda Aledon hervor, der im Zweiten Grenzkrieg die Bindung des Regina-Clusters an das Imperium sicherstellte und dafür den durch Kaiserin Arbellatra neu geschaffenen Titel eines Herzoges von Regina erhielt.
Heute ist das Herzogtum Regina eines der am meisten überdehnten Herzogtümer in den Marken, zu dem außer dem gesamten Regina Subsektor auch die Grafschaft Vilis, die Grafschaft Jewell und eine Reihe von Welten im Aramis und Lanth Subsektor gehören, darunter der gesamte Paya Cluster.
Der aktuelle Herzog von Regina ist seit Tod seines Bruders William 1097 Herzog Norris Aella Aledon.
[Bearbeiten] Details zu Population, Regierung und Justizgrad
(under construction)
[Bearbeiten] Informationen zu Handel und Warenverkehr
(under construction)
[Bearbeiten] Reisewarnungen
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[Bearbeiten] Lokale Eigenarten
(under construction)
[Bearbeiten] Kennenswerte Orte der Hauptwelt
(under construction)
[Bearbeiten] Andere kennenswerte Orte im System
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